WIGE - Story

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Bemerkungen 2010

Insolvenzanfechtung

Gästebuch

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07.01.2010 12.00 UHR


Dieser Beitrag in einem Forum deckt sich mit den hier vorliegenden Informationen.


WIGE soll die Freien immer noch auf ihren Rechnungen sitzen lassen.

Im Januar gibts einen Gerichtstermin in Köln, über den wir detailliert berichten werden.

07.01.2010

Dieses interessante Interview aus 2006 fand ich jetzt im Archiv. Aufsichtsratmitglied Löw hatte schon damals eine interessante Erklärung, warum seine AG sich an der WIGE-MEDIA beteiligte.

Nur was ist davon geblieben?

- erfolgreiches Investment?
Selten wurde so schnell soviel Geld verbrannt

- erfahrenes Management?
...
ja, wo finden wir das ?

- erfolgte Umstrukturierung?
- schuldenfreies profitables ...


Anscheinend hatte LÖW schon damals ein Gespür für Unternehmen ....

31.12.2009 Silvester 16:00 Uhr

Den Sanierungsprofis bleibt nur eine Kapitalherabsetzung, die quasi einer Enteignung der Aktionäre gleichkommt.

Die WIGE-MEDIA AG bleibt keine andere Möglichkeit, die bilanziellen und tatsächlichen Verluste auszugleichen und will deshalb auf der ausserordentlichen Hauptversammlung am 10. Februar 2010 am Nürburgring einen Kapitalschnitt beschliessen

Heute kam die Einladung pünktlich zum Jahresschluss.

Den Sanierungsprofis bleibt erwartungsgemäß nur eine Kapitalherabsetzung, die quasi einer Enteignung der Aktionäre gleichkommt.

"Eine Alternative zu einem derartigen Kapitalschnitt gibt es für die Gesellschaft angesichts deren angespannter finanzieller Lage nicht. Insbesondere ist eine isolierte Kapitalerhöhung aufgrund der zeitweiligen Unterpari-Notierung der Aktie der Gesellschaft nur möglich, wenn der Mindestausgabebetrag EURO 1,00 beträgt, was den Aktionären und Investoren in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft keinen Anreiz bietet, neue Aktien der Gesellschaft zu zeichnen. Aber selbst auch eine Kapitalerhöhung zum Mindestausgabebetrag würde die augenblickliche Eigenkapitalsituation der Gesellschaft nur unzureichend verbessern."

Quelle: WIGE-MEDIA AdHoc

Die WIGE-MEDIA AG bleibt keine andere Möglichkeit, die bilanziellen und tatsächlichen Verluste auszugleichen und will deshalb auf der ausserordentlichen Hauptversammlung am 10. Februar 2010 am Nürburgring beschliessen

"In Anbetracht  der bei der Gesellschaft entstandenen Wertminderungen und sonstigen  Verluste soll das Grundkapital der Gesellschaft im Wege der vereinfachten  Kapitalherabsetzung durch Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis  6:1 auf ein Sechstel herabgesetzt werden" 
Quelle: WIGE AdHoc

Das bedeutet für mich im Klartext:

6 Aktien, die früher einen Nennwert von jeweils 1 Euro und in der Spitze bei einem Kurs von rund 6 Euro einmal 36 Euro wert waren, sind nach Einschätzung der Gesellschaft in Zukunft nur noch 1 Euro wert.

"Die Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft  erfolgt nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung  (§§ 229 ff. AktG), um Wertminderungen auszugleichen und sonstige Verluste  zu decken, und zwar in der Weise, dass je sechs auf den Inhaber lautende  Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EURO 1,00  je Aktie zu einer auf den Inhaber lautenden Stückaktie mit einem anteiligen  Betrag am Grundkapital von EURO 1,00 je Aktie zusammengelegt werden." 

Jetzt bleibt wieder eine spannende Frage:

Was macht ein Aktionär, der z.B. 6.000 Aktien hat, die z.B. derzeit bei einem Kurs von 0,40 Euro einen Wert von 2.400 Euro darstellen. Nach der Hauptversammlung könnten diese Aktien eventuell nur noch 1.000 Euro (in neuen Aktien) wert sein. Könnte er seine Aktien bis zur HV für nur 0,20 Euro verkaufen, hätte er ein gutes Geschäft gemacht und seine Verluste begrenzt.

Er könnte dann theoretisch neue WIGE - Aktien für 1 Euro ordern. Aber Sorry , das haben die Sanierungsexperten natürlich geahnt und vorsorglich das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen ...

"Unter Tagesordnungspunkt 2 und Tagesordnungspunkt 5 schlägt die Verwaltung der Hauptversammlung die Kapitalherabsetzung und zugleich eine Kapitalerhöhung vor. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wird u. a. vorsorglich auch das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Entsprechend § 186 Abs. 4 Satz 2 AktG erstatten wir über den Grund für den vorsorglichen Ausschluss des Bezugsrechts folgenden Bericht: Die Kapitalherabsetzung dient dem Abbau der bilanziellen Verluste der Gesellschaft.

Da die bilanzielle Bereinigung der Gesellschaft jedoch keine neuen finanziellen Mittel verschaffen kann, soll zugleich eine Kapitalerhöhung erfolgen, um der Gesellschaft dringend benötigte Finanzmittel zu verschaffen."

26.12.2009 Weihnachten 9:05 Uhr







Als die Suchmaschinen mir anzeigten:

WIGE MEDIA AG - wie neu

für nur 1 Euro dachte ich erst an ein taktisches Manöver der Sanierungsspezialisten.



Für einen Pin gibt es derzeit fast 3 Aktien ;-))

21.12.2009 9:05 Uhr

Eröffnung XETRA mit 0,28

WIGE erreicht Allzeittiefststand und es wird heftig spekuliert, wie es weiter gehen kann. Bei welchem Kurs setzt eine Überschuldung ein? Eine Einladung zu einer Hauptversammlung ist bisher nicht erfolgt.

Spannende Frage, ob die Freien für das Neujahrsskispringen (Übertragung und Auftraggeber ZDF) Vorkasse verlangt und bekommen haben?
WIGE bucht übrigens die Hotels selber ;-))


16.12.2009 11:00 Uhr

Anmerkung zu den immer wieder auftauchenden Insolvenzgerüchten

Seit August bekomme ich immer wieder Einträge im Sinne, ob WIGE kurz vor der Insolvenz steht.
Ich werde diese Einträge im Gästebuch nicht mehr zulassen, solange es dafür keine Fakten gibt.

Hierzu noch einmal ganz aktuell die Fakten:

Bei juristischen Personen ist neben der Zahlungsunfähigkeit und der drohenden Zahlungsunfähigkeit außerdem die Überschuldung ein Insolvenzgrund.

Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, seine derzeit fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.

Nur vorübergehende Zahlungsunfähigkeit ist dagegen kein Insolvenzgrund. Sie liegt vor, wenn zwar am Tag der Fälligkeit der Forderung keine Mittel zur Bezahlung zur Verfügung stehen, dieser Zustand aber entweder direkt durch die Beschaffung etwa eines Bankkredites oder Stundung von Forderungen geändert werden kann oder für die allernächste Zeit (maximal 4 Wochen) ein Zahlungseingang zu erwarten ist, aus dem die Forderung beglichen werden kann.

Der Schuldner droht zahlungsunfähig zu werden, wenn er voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen.

Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, also wenn in der Bilanz die Passiva die Aktiva übersteigen.

Dieses könnt bei dem dahinschmelzenden Kursen schnell der Fall sein oder werden, da das Eigenkapital inzwischen einen kritischen Punkt erreicht hat. Hinzukommen meiner Meinung nach "merkwürdige" Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe GP Masters Fake), die vermutlich auch noch einigen Korrekturbedarf erwarten lassen..

Die Situation bei WIGE ist schwer einzuschätzen. Zwar hört man schon seit einiger Zeit von Zahlungsverzögerungen (wer hat die zur Zeit nicht?) und klagenden freien Dienstleistern, jedoch führt das nicht automatisch zu einer Insolvenz.

Wenn WIGE die Dezember-Gehälter pünktlich zahlt, dürfte erst einmal Ruhe im Karton sein.

14.12.2009 17:00 Uhr

Xetra unterschreitet mit neuem Allzeittiefststand die 40 Cent.

Über 9.000 Stück gingen mit 39 Cent übers Parkett und bescherten der WIGE AG einen neuen Allzeittiefststand.

Heute verstärkten sich wieder die Gerüchte, dass ähnlich gelagerten Ü-Wagen-Betreibern eine Mehrheitsbeteiligung an der WIGE - AG angeboten wird. Dieses könnte einen Sinn machen; doch wer steigt bei den fallenden Kursen ein, wenn er doch in Ruhe die weitere Preisentwicklung abwarten kann. Kritisch kann es vermutlich werden, wenn eine 2 als erste Ziffer erscheint.

9.12.2009 17:38 Uhr

Börsenaufsicht setzt die Kursnotierung der WIGE -Aktie aus

Aussetzung des Handels eines Wertpapiers, wenn der ordnungsgemäße Börsenhandel zeitweilig gefährdet ist oder wenn dies zum Schutz der Anleger geboten erscheint.

Der Handel von Wertpapieren kann vorübergehend ausgesetzt werden. Über die Aussetzung entscheidet die Börsengeschäftsführung. Eine Kursaussetzung signalisiert den Anlegern, dass für ein Wertpapier Umstände eingetreten oder zu erwarten sind, die für dessen Bewertung von erheblicher Bedeutung sind. Bei einer Kursaussetzung werden alle vorliegenden Orders gelöscht. Die Handelsaussetzung sollte stets so kurz wie möglich sein, jedoch so lange andauern, bis die aktuellen Umstände möglichst allen Anlegern bekannt sind.

Quelle: Boersenlexikon

Jetzt bleibt nur die Frage, wo denn die Börsengeschäftsführung Umstände erwartet, die für den Kur von erheblicher Bedeutung sind .....
oder sind noch nicht alle Fakten auf dem Tisch?
Spannende Frage: Alles nach Plan oder wurde AR und Vorstand durch den Rebound überrollt!

9.12.2009 17:17 Uhr

WIGE MEDIA Grundkapital zur Hälfte aufgebraucht

09.12.2009
Ad hoc

Köln (aktiencheck.de AG) - Die WIGE MEDIA AG (ISIN DE0006347701 / WKN 634770) gibt heute bekannt,
dass ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals (EUR 6 Mio.) eingetreten ist.

Der Vorstand wird gemäß § 92 Abs. 1 AktG unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der der Verlust gemäß § 92 Abs. 1 AktG angezeigt wird und über eine Veränderung des Grundkapitals beschlossen werden soll. Die Einladung zu der a.o. Hauptversammlung, auf der auch das von Vorstand und Aufsichtsrat erarbeitete Sanierungskonzept detailliert vorgestellt werden soll, wird in den nächsten Tagen folgen.

Vorstand und Aufsichtsrat

§ 92 AktG
Vorstandspflichten bei Verlust, Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit

(1) Ergibt sich bei Aufstellung der Jahresbilanz oder einer Zwischenbilanz oder ist bei pflichtmäßigem Ermessen anzunehmen, dass ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals besteht, so hat der Vorstand unverzüglich die Hauptversammlung einzuberufen und ihr dies anzuzeigen.

(2) Nachdem die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft eingetreten ist oder sich ihre Überschuldung ergeben hat, darf der Vorstand keine Zahlungen leisten. Dies gilt nicht von Zahlungen, die auch nach diesem Zeitpunkt mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters vereinbar sind. Die gleiche Verpflichtung trifft den Vorstand für Zahlungen an Aktionäre, soweit diese zur Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft führen mussten, es sei denn, dies war auch bei Beachtung der in § 93 Abs. 1 Satz 1 bezeichneten Sorgfalt nicht erkennbar.


Tja, das hat sich der neue Vorstandsvorsitzende sicher etwas anders vorgestellt oder ..... passt es in das Sanierungskonzept ? ;-))
Spannende Frage, welche "Leichen" siehe auch GP MASTERS Fake befinden sich noch in der Bilanz und bei welchem Kurs beginnt die Überschuldung?

5.12.2009 18:00 Uhr

Die Aktie erreicht einen neuen Allzeittiefststand

Derzeit kann man nur staunen:

Die Ankündigung des Personalabbau löste einen Rebound aus.

Rebound = Effekte, die das Einspar-potenzial von Effizienzmaßnahmen reduzieren oder ganz vernichten

Innerhalb von nur zwei Börsentagen verlor der Wert rund 50% und die AG war rund 3 Mio. € weniger wert.

Erschreckend, wie schnell es ging.
Selbst ein zaghafter Rettungsversuch mit 2 € hielt nur rund 2 Stunden.


Es trennte sich am 4.12. jemand von rund 10.000 Aktien und sorgte für den größten Tagesverlust in der Firmengeschichte.





Deutlich wird der Rebound in dieser Grafik. Der freie Fall startete kurz nach Veröffentlichung der AdHoc.

Spannend bleibt weiterhin die Frage, wie die Restrukturierungsmaßnahmen weiter gehen und was den Sanierungsexperten als nächstes einfällt.

Nach wie vor wird die Geduld von zahlreichen Dienstleistern strapaziert, die gerne eine Weihnachtsfeier hätten, ja wenn denn endlich die Aussenstände bezahlt werden.

30.11.2009 15:00 Uhr

Kündigungswelle gestartet

Offiziell gibt WIGE in einer AdHoc den Abbau von 27 Stellen an.

Es ging doch schneller als erwartet. Eishold hat mit den ersten Entlassungen begonnen.

Wie war es doch in Hamburg bei der MME ....
Man habe das Unternehmen im Jahr 2001 so aufgeräumt, dass man gut allein überleben könne, sagte Vorstandschef Stefan Eishold in der Hansestadt. Ziel war ein positiver Cashflow. (...) Vor allem die Entlassung von Mitarbeitern habe sich positiv auf die Kosten ausgewirkt. Anfang 2002 bleiben von einst mehr als 200 Beschäftigten nur noch weniger als 100 übrig.

Die Adhoc spricht von 27 Stellen; Gerüchte sprechen von 40 Stellen; genau weiß es anscheinend keiner. Das Ziel der Sanierung ist klar: Die Kosten müssen runter und das geht am Einfachsten mit den teuren Mitarbeitern. Ein Spagat für den Vorstand, zumal den Gerüchten nach bereits zahlreiche Stellen von "günstig bezahlten Nachwuchskräften" besetzt waren. Hier könnte schnell ein Qualitätsproblem entstehen ....

27.11.2009 16:00 Uhr

Gerüchte häufen sich

Immer wieder tauchen Gerüchte auf, dass die WIGE Aktienpakete verkaufen möchte, um neue Investoren an Bord zu nehmen.
Bleibt die Frage, wer in den tief defizitären Laden einsteigt. Der Zwischenabschluss zeigt deutlich die dramatischen Zahlen.

26.11.2009 16:00 Uhr

Eishold nimmt Call - Options in Anspruch

1.) Geschäftsart: Erwerb einer Call Option
Datum: 18.11.2009
Kurs/Preis: 1,00
Stückzahl: 400.000
Erwerb einer Call Option bis einschließlich 31.10.2010 von der Close
Brothers Seydler Bank AG, Frankfurt am Main

2.) Geschäftsart: Einräumung einer Call Option durch Peter Geishecker
Datum: 18.11.2009
Kurs/Preis: 1,00
Stückzahl: 200.000

Einräumung einer Call Option bis einschließlich 31.10.2010 zu Gunsten Herrn
Stefan Eishold, Grünwald

Interessant sind die ersten Börsenaktionen der Kapitalmarktspezialisten ....

"Eine Call Option berechtigt den Käufer, eine bestimmte Anzahl zugrunde liegender Basiswerte (z.B. eine Aktie) zu einem festgelegten Kurs bis zu einem bestimmten oder an einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen. Der Kontrahent dieses Vertrages, der Verkäufer der Call Option, wird Stillhalter (in Wertpapieren) genannt, weil er im Falle der Ausübung der Option die vereinbarten Wertpapiere zur Verfügung haben muss. Dafür erhält er vom Erwerber des Call eine Prämie. Der Käufer eines Call rechnet mit steigenden Kursen des Basiswerts. Der Verkäufer eines Call erwartet dagegen sinkende oder zumindest stagnierende Kurse (...)"

Quelle: Bank- & Börsenlexikon


Nach meinem Verständnis rechnen Geishecker und Brother Seydler Bank damit, dass die Kurse sinken oder zumindest stagnieren. Eishold geht von steigenden Kursen aus oder will eventuell nur, dass Geishecker und die Bank "Stillhalter" werden. Diese müssen die Papiere am 31.10.2010 zur Verfügung haben und werden diese daher kaum ohne Risiko verkaufen können. Damit können diese 600.000 Aktien = 10% des Gesamtvolumens auch nicht strategisch durch Bank oder Geishecker verwendet werden und sind ge"eishold" (auf Eis gelegt).

17.11.2009 07:00 Uhr

Zwischenabschluss zum 30.9.2009 veröffentlicht.

WHHOW .....

Die üblichen Fehler sind wieder vorhanden. So soll Geishecker die WIGE - DATA diesmal 1997 gegründet und als Geschäftsführer eingestiegen sein. Hieran erkennt man deutlich, dass der Ersteller nicht einmal das Gründungsjahr kennt.

WIGE ändert seine Investor-Relations und rückt wieder Quartalswerte heraus. Allerdings hat sich die Situation weiter verschärft. Die kurzfristigen Vermögenswerte (Wir erinnern uns an die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im GP Masters Fake) sind auf 7 Mio. angestiegen und liegen rund 50% über dem Wert der Bilanz 2008. Detailauswertung folgt in Kürze.

Hier könnten sich noch einige schlafende Hunde verstecken ....

Interessanterweise spricht der Vorstand immer noch von der einzigartigen Wertschöpfungskette; was meint er wohl damit und wer profitiert von dieser Wertschöpfung .... ;-))

Inzwischen spricht man vom Sanierungsplan und den ausgewiesenen Kapitalmarktexperten im AR. Nicht zu vergessen: Eishold vereint eine umfangreiche operative Expertise im Mediengeschäft mit einem tiefgreifenden Know-How auf dem Gebiet der Umstrukturierungen sowie im Kapitalmarkt.

Erstaunlich wie schnell keiner mehr von dem alten Vorstandsvorsitzenden spricht. Zwischen den Zeilen gelesen ergibt sich deutliches Bild:
Herr Stefan Eishold zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt und zeichnet seither auch für den Bereich Finanzen als CFO verantwortlich. Herr Peter Geishecker (72) steht dem Unternehmen auch weiterhin als COO zur Verfügung.

Man beachte: Geishecker steht zur Verfügung! Was muss sich erst hinter den Kulissen abgespielt haben, als man Geishecker erst die Bankcontroler, dann den Aufsichtsrat und jetzt Eishold vor die Nase setzte. Wie will man eigentlich Geisheckers Kontakte auf Eishold übertragen? Geisheckers (72) Ansprechpartner und Kontakte bewegen sich in einer Altersstufe, bei der Eishold (45) einer junger Spund ist. Speziell der Motorsport erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Auch die neuen Umstrukturierungen kommen mir irgendwie bekannt vor. Ähnliches hatten wir bereits des Öfteren .....

Der Vorstand sieht in einem zweiten Schritt die Neugliederung der operativen Geschäftsaktivitäten und die Forcierung des organischen Wachstums vor. Erinnert irgendwie an den Regierungswechsel in Berlin. Mit organischem Wachstum sollen doch die Staatsschulden gedeckelt werden.

Ach ja, WIGE will auch im Bereich der Politik durch einen höheren Anteil kreativer Dienstleistungen die Steigerung der Umsätze und Erträge anstreben. Angekommen ist man ja bereits.

02.11.2009 15:00 Uhr

Die Gerüchte verdichten sich:

Mercedes will Motorsport-Etat halbieren

Der Autobauer Daimler setzt den Rotstift auch beim Motorsport an. "Die aktuellen Kosten werden in den nächsten zwei bis drei Jahren noch einmal halbiert werden“, kündigte Motorsportchef Norbert Haug im Interview mit der Branchenzeitung "Automobilwoche" an.

Mercedes habe die Kosten dank neuer Bedingungen beim Reglement und extremer Effizienzsteigerungen schon in den letzten Jahren halbiert. "Unser Budget wird alsbald nur noch ein Viertel der Summe betragen wie noch vor einigen Jahren“, sagte Haug.

Insidern zufolge lag der gesamte Motorsport-Etat von Mercedes 2008 und 2009 deutlich unter 200 Millionen Euro.


18.10.2009 15:00 Uhr

Bereits am 12.5.2009 gab ich eine Antwort auf eine Anfrage im Gästebuch und schrieb zur DTM Situation

AdHoc 08.05.2009 - Wige Media wird weitere drei Jahre lang für die Internationale Tourenwagen-Rennen e.V. als Dienstleister tätig sein. Der Rahmenvertrag, den das Unternehmen meldet, bezieht sich unter anderem auf die TV-Produktion der Deutsche Tourenmeisterschaft, kurz DTM. Angaben zu finanziellen Details der Zusammenarbeit macht Wige Media am Freitag nicht.

Mein damaliger Kommentar:

"Tja, das ist eine zweischneidige Sache.

WIGE sichert damit nach eigenen Angaben in der Vergangenheit etwa 10% seines Jahresumsatzes, somit also maximal etwa 4 Mio. oder 400.000 proVeran-staltung. In diesem Jahr greifen Sparprogramme auch bei der ITR und es könnte auch weniger werden .....

Nun hat WIGE in den letzten Jahren im TV-Sektor jährlich Verluste in Millionenhöhe, wovon ein Großteil vermutlich im Bereich DTM entsteht.

Zwar werden jetzt vermutlich wieder neue Posten für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, die erst später fakturiert werden, a b e r es halten sich in der Branche hartnäckig zwei Gerüchte:

1.) Der ARD Vertrag soll angeblich 2009 auslaufen ...

2.) Angeblich soll eines der beteiligten Werke aufgrund der "Finanzkrise" Ende 2009 die Weiterentwicklung der Rennfahrzeuge einstellen und dann 2010 kein neues Modell mehr an den Start bringen.

Dieses Szenario ist nachvollziehbar; aber wie schon gesagt: Es ist ein Gerücht und offiziell wird sich dazu vermutlich niemand äußern."

Das zweite Gerücht hat sich inzwischen bestätigt und immer häufiger wird in kleinen Kreisen ein Gesamtausstieg von Mercedes nicht mehr völlig ausgeschlossen.

Die strukturellen Veränderungen haben WIGE erfasst und in Monaco bereits begonnen ......

11.10.2009 15:00 Uhr

Zum Wochenende: WIGE im Bann der Übersetzungsmaschinen
(Danke für die Zusendung)



07.10.2009 10:25 Uhr

Einige interessante Infos aus der Hauptversammlung

Die verspätete HV fand ja bekanntlich am Nürburgring statt und gab dem damaligen Vorstandschef Geishecker noch einmal Gelegenheit über seinen Motorsport zu dozieren. So konnte er (vermutlich letztmals) stolz weiter das Märchen verbreitet, dass der erste Lauf der DTM in 86 Länder live und unsgesamt sogar in 180 Länder übertragen wurde.

Das weder von Geishecker noch Maukisch offen ausgesprochene Problem ist allerdings, dass die AG im Motorsportbereich seit Jahren tiefrote Zahlen schreibt und keine Aussicht auf Besserung besteht.

Es war in meiner Gründungsphase der WIGE nicht anders. Auch damals habe ich und später dann auch Geishecker im Motorsport "Geld verbrannt", weil es schlicht unser Hobby war. Nur damals hatten wir eine WIGE-DATA, die noch richtig Geld verdient hat, was wir dann im "Motorsport verbraten" konnten. Die Zeiten haben sich geändert, die lukrative DATA - Komponente musste verkauft werden und der Verkaufserlös sorgte neben einer fetten Vorstandstantieme bis jetzt dafür, dass die monitäre Situation erst jetzt eskaliert.

Dann wurde von Geishecker wieder auf den Programmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung rumgeritten. Man gewinnt fast den Eindruck, dass Geishecker und Maukisch sogar daran glauben. Kein Wort darüber, dass die Maßnahmen seit Jahren nicht greifen ......

Interessant, das Geishecker mehrfach betonte, sich
zusätzliche Maßnahmen auf allen Ebenen offen zu halten, um endlich in die Gewinnzone vorzustoßen ..... Konkrete Aussagen weder für das laufende Jahr noch die weitere Zukunft wollte Geishecker nicht machen.

Maukisch betonte noch einmal die Sondereffekte, darunter auch die Abwertung von internationalen Forderungen.
Kein Wort über das in dieser Sache (GP-Masters-Fake) laufende Ermittlungsverfahren der Kölner Staatsanwaltschaft.

Von den rund 50 anwesenden Teilnehmern der HV kam nur eine einzige Wortmeldung von Rechtsanwalt Heise, einem Geschäftsführer der DSW in Düsseldorf. Hierzu ist anzumerken, dass der Hauptgeschäftsführer der DSW Ulrich Hocker früher auch Geschäftsführer der WIGE war und Frau Hocker einer der Hauptaktionäre ist.

RA Heise machte stutzig, dass sich die
WIGE bei vielen Grossereignissen tummelt, ohne zu wissen, was letztendlich dabei verdient wird. Tja, wenn wenigstens etwas verdient würde ..... Dabei sein ist Alles. Dieser olympische Gedanke stand seit Gründung der WIGE-DATA immer im Vordergrund. Zur Zeit der Cash-Cow WIGE-DATA ein genialer Marketing-Schachzug. Seit Verkauf der DATA allerdings ein Millionengrab ohne Aussicht auf Besserung.

Die Einzelwertberichtigung (GP Masters) vermutete Heise in einem Problem im Forderungsmanagement. Maukisch wollte dieses nicht bestätigen .... Er konnte auch schlecht den Fake bestätigen.

Interessant auch die Anwort auf die Heise Frage nach den Perspektiven der SAMIPA in Monaco. Auch dort findet (so Maukisch) eine strategische Neuausrichtung statt. Die Diskussionen würden noch in diesem Jahr zu Ende geführt.

Bemerkenswert auch die Antwort Maukischs auf die Frage, ob im TV-Geschäft eine Marktkonsolidierung stattfinden wird. Ein klares JA von Maukisch;
nur findet die Marktkonsolidierung derzeit ohne WIGE statt.

Alle Vorträge und Versprechen von Maukisch nützten nichts. Wenige Tage später wurde er gefeuert.

Ach ja, RA Heise stimmte der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht zu. Kompliment, einer der wenigen Durchblicker.

01.10.2009 10:25 Uhr

Die Sanierer übernehmen das Ruder bei der WIGE - MEDIA

Auf den zweiten Blick hat Stefan Eishold eine für die WIGE - MEDIA interessante "Medienerfahrung" und ist zweifelslos die erste Wahl für den neuen Aufsichtsrat, wenn aus um die harte Sanierung der WIGE geht. Er war langjährig als CEO und Aufsichtsrat der MME Moviement AG tätig und hat einen radikalen Personalabbau betrieben, während die MME in die Bedeutungslosigkeit abrutschte.

Seine Tätigkeit als Chef der METROPOLITAN Express Train GmbH endete, bevor der Zug "eingestampft" oder besser eingestellt wurde.

Als Vorstand der ARCUS Capital AG verfügt er sicherlich excellente Kontakte und ggf. auch Kapitalgeber ..... aber wofür? Die Verluste kann man vermutlich nur in den Griff bekommen, wenn die geplante angekündigte Umstrukturierung stattfindet.

Was bleibt dann eigentlich noch über? Peterchens Lieblingsspielzeug Motorsport (egal wat et kost, et kütt wie et kütt + et hätt noch immer jot jejange ...) dürfte vermutlich genau so schnell das Zeitliche segnen, wie Monaco-Plate mit allen Nebenerscheinungen und Nebenwirkungen: "Vor der Einnahme und Anwendung fragen Sie bitte Ihren Sanierer ..."

Interessant allerdings auch die begleitenden Pressemeldungen zu Stefan Eishold:

29.12.2001 (Quelle vwd)
Die Hamburger TV-Produktionsfirma MME Me, Myself & Eye Entertainment AG benötigt keinen Partner

Man habe das Unternehmen im Jahr 2001 so aufgeräumt, dass man gut allein überleben könne, sagte Vorstandschef Stefan Eishold in der Hansestadt.
Ziel war ein positiver Cashflow. (...) Vor allem die Entlassung von Mitarbeitern habe sich positiv auf die Kosten ausgewirkt. Anfang 2002 bleiben von einst mehr als 200 Beschäftigten nur noch weniger als 100 übrig.
Ehemalige Angestellte stehen der 1991 gegründeten MME
nun als Berater zur Verfügung. "Wir haben uns ein Netzwerk von Partnern zur Realisierung von Projekten geschaffen", betonte Eishold, der auch künftig den Stamm der festen Mitarbeiter klein halten will.

7.5.2003 (manager-magazin)
Geordneter Rückzug
Schon vor Jahren ist MME in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht. Nun wechselt
Mitgründer Stefan Eishold in den Aufsichtsrat.

(...)
Begründet wurde Eisholds Rückzug mit der "
erfolgreichen Umstrukturierung" von MME. Bei dem früher im Neuen Markt notierten Unternehmen blieben 40 von einst 200 Arbeitsplätzen übrig. (...)

Hier klingelt es ...... Wurden nicht auch bei der WIGE - MEDIA AG bereits strukturelle Änderungen angekündigt?


Bereits am 11.9.2009 hatte ich einen neuen CFO (zuständig für Finanzen) angekündigt.

Jetzt ist er erschienen und Geishecker wurde entmachtet. (...) die Nachfolgeregelung für Herrn Geishecker wurde durch den Aufsichtsrat beschlossen (...) Nach einer lautstarken Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung waren die Schicksale Geisheckers und Maukisch besiegelt. Insider sind der Meinung, der 72jährige Geishecker habe viele Sachen nicht mehr richtig verstanden, so auch als die Sanierer einmarschierten.

Erstaunlich wie sich der erfolglose Maukisch über die Jahre halten konnte:
Business Development, Qualitätsmanagement, Key Accounter, Zentrales Marketing .... Alles gnadenlos gescheitert, zumindest hört man davon überhaupt nichts mehr. Vom Generalbevollmächtigten zum CDO und zum CFO und jetzt der Absturz in die Bedeutungslosigkeit, (...) der Wunsch, sich neuen Aufgaben und Herrausforderungen zu widmen (...)

CFO Eishold wird vermutlich das Unternehmen schnellstens aufräumen und die Kostenseite überarbeiten. "Medienerfahrung" hat er ja bereits bei der MME gesammelt und mit Arbeitsplatzabbau kennt er sich ja aus. Die strukturelle Veränderung wird bei den aktuellen Zahlen nicht lange auf sich warten lassen.

Der neue Chef wurde dann heute kurz der Belegschaft vorgestellt. Über die Details der Umstrukturierung wurden keine Details gegeben. Um das Ergebnis 2008 noch zu gestalten, muss Stefan Eishold vermutlich kurzfristig fundamental die Kosten senken. Und da gibt es keine Illusionen, wie das am Effektivsten geht. Der knallharte Kurs hat begonnen, das Ziel: ein positiver Cashflow .... siehe MME .... (...)

Die Sanierer haben die Arbeit aufgenommen.

01.10.2009 8:00 Uhr

Es ging dann doch schneller als erwartet .......
Die Finanzleute übernehmen die Macht und der Ausfsichtsrat beschliesst die Nachfolgeregelung für Herrn Geishecker .....

Interessant die kleinen Spitzen im Text. Mehr in Kürze.

Änderungen und langfristige Nachfolgeregelung im Vorstand beschlossen

- Peter Geishecker übergibt Vorstandsvorsitz an Stefan Eishold
- Vorstand Joerg Maukisch verlässt den Vorstand auf eigenen Wunsch Köln


01. Oktober 2009: Der Aufsichtsrat der WIGE MEDIA AG (WKN: 634770) hat in der Aufsichtsratssitzung vom 30.09.2009 in bestem Einvernehmen mit dem bestehenden Vorstand die Nachfolgeregelung für Herrn Geishecker beschlossen. Peter Geishecker (72) übergibt in diesem Zusammenhang den Vorstandsvorsitz an Stefan Eishold und wird auch zukünftig als Vorstandsmitglied und COO seine langjährige Erfahrung in den Dienst der Gesellschaft stellen. Herr Stefan Eishold (Jahrgang 1964) wird ab 1. Oktober neuer Vorstandsvorsitzender des Unternehmens und zeichnet zudem als CFO für den Bereich Finanzen verantwortlich. Harvard-Absolvent Stefan Eishold hatte in seiner beruflichen Laufbahn Führungspositionen bei der Metallgesellschaft AG, der Metro AG sowie der METROPOLITAN Express Train GmbH inne. Weiterhin war er langjährig als CEO und Aufsichtsrat der MME Moviement AG tätig. Stefan Eishold ist seit 2005 Vorstand der ARCUS Capital AG. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Leitung von renommierten, börsennotierten Unternehmen, insbesondere auch in der Medienbranche, verfügt Herr Eishold über ein hohes Maß an Branchenkompetenz und Kapitalmarkt Know-how. Joerg Maukisch wird den Vorstand auf eigenen Wunsch am heutigen Tage verlassen. Als Vorstand hat Joerg Maukisch die strategische Neuausrichtung des Unternehmens der letzten Jahre initiiert. Joerg Maukisch möchte sich zukünftig neuen Aufgaben und Herausforderungen widmen. Aufsichtsrat und Vorstand danken ihm für sein Engagement und die geleistete Arbeit. Der Vorstand der WIGE MEDIA AG wird somit auch weiterhin aus zwei Personen bestehen.

30.09.2009 10:30 Uhr

Danke für den Hinweis !
Natürlich wird der neue AR seine Strategie incl. eines "eventuellen Personalwechsels" nicht sofort durchführen. Die Publikation könnte sonst leicht eine Veränderung des Börsenkurses einleiten.
Änderungen sollen dem Flurfunk (unbestätigte Gerüchte) nach bereits beschlossen sein. Offizielle Verlautbarungen werden noch auf sich warten lassen.

23.09.2009 10:30 Uhr

Heute habe ich eine Kiste Champus darauf verwettet, dass eine Veränderung des Vorstandes unmittelbar bevorsteht. Der neue AR wird vermutlich hart durchgreifen und "alte Strukturen" über Bord werfen.

Wer wettet mit ? ;-))

22.09.2009 10:30 Uhr

Bei der Hauptversammlung wurden die vorgeschlagenen Mitglieder für den Aufsichtsrat gewählt, die dann in der konstituierenden Sitzung Sascha Magsamen zum Aufsichtsratvorsitzenden wählten.

Damit sind die Finanzleute an Board und die operativen Medienkenner haben das Schiff verlassen.
Jetzt warten wir auf die nächste AdHoc zur Personalie ......

Der Kurs dürfte sich erst einmal deutlich erholen, da natürlich strukturelle Änderungen erwartet werden .......

21.09.2009 18:00 Uhr

Endlich konnte ich für mein Buch ein neues Kapital vorbereiten.
Hier lesen Sie fast alles über den "GP-Masters-Fake" und WIGE MEDIA und die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen"

Link => hier klicken

15.09.2009 18:00 Uhr

Die Daten stammen aus den WIGE Finanzberichten. Zahlen teilweise abgerundet. Irrtum vorbehalten.



Hier zur Übersicht noch einmal die angesprochenen Punkte.

(3) Der Material und Dienstleistungsaufwand betrug im ersten Halbjahr 2009 insgesamt 6,60 Mio.
(4) Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6,12 Mio.

(1) Das Eigenkapital ist auf 2,9 Mio. geschrumpft und die Eigenkapitalqoute beträgt jetzt noch 13,1%

15.09.2009 07:00 Uhr

Ausbuchung in der 2008er Bilanz war vorhersehbar ....

Am 7.9. hatte ich folgenden Stand:

"Es erhärtet sich auch immer mehr, dass vermutlich seinerzeit anscheinend eine "uneinbringliche Forderung" an eine insolvente Firma GP Masters als Forderung in die Bilanz eingebucht wurde, die dann zudem verspätet in der 2008er Bilanz zu einer Wertberichtigung führte. Insider sprechen hier von einer handfesten strafbewehrten Bilanzmanipulation. Der Volksmund nennt es auch Betrug und Irreführung der Aktionäre, dabei war anscheinend selbst den AÜ-Mitarbeitern nach Absage der ersten Veranstaltung schon klar, dass es den Laden überhaupt nicht mehr gibt."

Inzwischen gibt es Gerüchte über eine andere Version:

Demnach wurde anscheinend keine Rechnung über Dienstleistungen gestellt, sondern an die damals bereits insolvente Betreiberfirma soll eine Schadensersatzforderung berechnet worden sein. Das wäre natürlich ganz heftig, zumal die Insolvenz bzw. die Uneinbringlichkeit der Forderung mangels Masse bekannt sein durfte.

Man hatte ohnehin bereits im Herbst 2007 den Forderungsausfall der GP Masters für einen falschen AdHoc benutzt. Merkwürdigerweise wurde dann doch eine Forderung (Vermutlich: Entschädigungsforderung) an die zu dem Zeitpunkt vermutlich in Insolvenz befindliche Betreibergesellschaft gestellt und in der Bilanz gewinnerhöhend eingestellt. Damit wurde bereits 2007 die Bilanz -höflich ausgedrückt- geschönt.

So befinden sich anscheinend bereits in der 2007er Bilanz vermutlich zwei gegenläufige Aussagen:

1.) Aufgrund externe Faktoren, die nicht im Einflussbereich der WIGE MEDIA liegen; dazu gehört die Absage einer Rennserie im Ausland, brach das Ergebnis im vierten Quartal ein.

2.) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Seite 60 der Bilanz 2007) stiegen auf 5.241 T€, wovon 2.490 T€ noch nicht fällig waren

Eine tolle Leistung und meiner persönlichen Meinung nach eine Verars........ der Aktionäre. Fraglich auch, warum die Wirtschaftsprüfer den Vorgang abgesegnet haben. Diese Frage stellt sich dann auch bei der Bilanz 2008, wo genau diese Forderung für eine Ausbuchung herhalten muss, die der gesamtwirtschaftlichen Lage geschuldet wird .......

11.09.2009 14:00 Uhr

Sanierer nehmen die Arbeit auf ....
Tage von Maukisch dürften angezählt sein

Den aktuellen Gerüchten nach hat ein Sanierer (Grasberger?) seinen Job in der WIGE bereits aufgenommen und führt erste Finanzgespräche.

Es laufen aktuell die Wetten, wie lange Maukisch noch auf der "Brücke" steht. Das übliche Vorgehen der Sanierer ist dadurch geprägt, dass ein "Schuldiger" gesucht und gefunden wird, der dann über Nacht durch einen Vertrauten des Sanierers ersetzt wird. Warten wir einmal ab, wie schnell ein neuer CFO bestellt wird, bzw. der alte CFO durch einen neuen ersetzt wird.

Und da gibt es wieder die Spötter, die doch fest der Meinung sind, dass Maukisch doch eigentlich froh sein kann, wenn .....
Tja, ich glaube, dass ist alles allein eine Frage des Vertrages .....

11.09.2009 10:00 Uhr

Erste Wetten laufen ....
Aktionäre, auf zum Nürburgring

Landschaftlich reitzvoll gelegen ist er ja, er Ort der Hauptversammlung für den 21.9.2009. Ob mit Absicht oder ohne: In Köln anreisende Teilnehmer haben optimale Anschlussmöglichkeiten. Dummerweise müssen einfliegende Aktionäre schon am Vorabend in Köln landen, denn die Verbindung für eine kostengünstige Weiterfahrt ist sehr zeitintensiv. Hier die schnellste Verbindung in rund 3 Stunden.




Auf dem Weg dahin kann sich ein Bahnreisender allerdings noch in Ruhe mit dem zu Erwartenden auseinander setzen.
Der § 289 HGB dient gut als Wegweiser ...



Der Lagebericht dürfte intensive Aufmerksamkeit erfordern und die Erklärungen zu der GP Masters werden hochinteressant ausfallen. Insbesondere die Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung und die Erläuterung der Risiken wird alle Aufmerksamkeit erfordern.

Ob mal nach den anscheinend in dieser Höhe dubiosen Forderungen aus Lieferung und Leistung gefragt wird. Interessiert es irgend Jemanden, warum kaum Rechnungen bezahlt werden?

Spannend auch die Begründung des aktuellen Börsenkurses. Pardon; kennen wir doch schon: "allgemeine wirtschaftliche Entwicklung".

und .... Wie viele Sanierer verträgt das Unternehmen und wer wird Sanierungshäuptling? Wetten dass nach der HV neue Gesichter auftauchen und alte verschwinden.

07.09.2009 11:00 Uhr

Die Stunde der Firmensanierer ....
Bestandsaufnahme

Es war ein Klasse Frühschoppen mit einigen Insidern aus dem Medienbereich und wie immer kam das heiß diskutierte Thema auf den Tisch. Ich erhielt viele neue Infos, die meine Einschätzungen bestätigen.

Es erhärtet sich auch immer mehr, dass vermutlich seinerzeit anscheinend eine "uneinbringliche Forderung" an eine insolvente Firma GP Masters als Forderung in die Bilanz eingebucht wurde, die dann zudem verspätet in der 2008er Bilanz zu einer Wertberichtigung führte. Insider sprechen hier von einer handfesten strafbewehrten Bilanzmanipulation. Der Volksmund nennt es auch Betrug und Irreführung der Aktionäre, dabei war anscheinend selbst den AÜ-Mitarbeitern nach Absage der ersten Veranstaltung schon klar, dass es den Laden überhaupt nicht mehr gibt.

Auf der Hauptversammlung wird sicherlich wieder die Frage nach der Qualifikation der Geschäftsleitung gestellt. Betrachten wir uns doch einmal das Umfeld des ehemaligen Obst- und Gemüsehändlers aus Ehrenfeld. Der kölsche Pitter hatte von Anfang an mein damaliges Geschäftsmodell "alles aus einer Hand" nicht verstanden und der notwendige Verkauf des DATA-Bereiches war der Beginn des Abstieges. Zwar konnten sich die Vorstandsmitglieder noch eine fette Verkaufs-Tantieme ausschütten, zittern jedoch seit dem vermutlich immer dann, wenn das Thema "Insolvenzverschleppung" diskutiert wird. In einem solchem Fall prüft ein Insolvenzverwalter recht genau die Vorgänge der letzten Jahre und hat zahlreiche Möglichkeiten der Rückabwicklung.

Maukisch wird immer als jemand beschrieben, der das Fernsehgeschäft nicht versteht. Warum eigentlich diese Vorwürfe?

Der Mann ist nun einmal kein TV-Macher, sondern Unternehmensberater, der sich einen riesigen Stab aufgebaut hat.
Business Development, Qualitätsmanagement, Key Accounter, Zentrales Marketing .... Alles gnadenlos gescheitert, zumindest hört man davon überhaupt nichts mehr. Vom Generalbevollmächtigten zum CDO und zum CFO. Bei WIGE sind noch richtige Karrieren möglich, wenn, tja wenn man an der richtigen Stelle sitzt.

Tolle Gründungen: Wer kennt die IMAGE MEDIA Group? Was sollte eigentlich die WIGE BUSINESS SERVICE GmbH? Einzig positiv: Die Auslagerung der Event in eine eigenständige GmbH.

Ach ja, da war noch der Adlatus von Geishecker, auch Assistent Investor Relations und früher wohl der "Mann für alle Fälle" an der Seite von Andrea Schleppinghoff.

Der Taschenträger opfert sich anscheinend ganz für einen Chef auf, soll sein Privatleben beerdigt haben und Spötter haben ihn auch schon sonntags gemeinsam mit PG in der Kirche gesehen. Sein Halbwissen soll angeblich knapp über dem Rand der Bildzeitung liegen, trotzdem spielt er in den Krisensitzungen die große Geige und macht anscheinend dabei alle nur bekloppt.

In all den Jahren sind Millionen versenkt worden und der Vorstand hat immer mehr aus den Augen verloren, dass Produkt und Kunde im Fokus stehen müssen. Nicht alle Kunden können die ewigen Geschichten der DTM und vom Nürburgring immer wieder hören, wenn es um elementare Entscheidungen geht. Während andere mit 70 sich aufs Altenteil verlegen, glaubt Geishecker anscheinend, dass seine gestrigen Kontakte immer noch die Entscheidungsträger von heute sind. Nur stehen diese meist gar nicht mehr am Ruder und sind in die zweite Reihe abgetaucht.

Eine eventuelle Änderung der Geschäftsleitung duch die Aktionäre ist aber nun einmal nicht möglich. Wie heisst es so schön bereits im Börsenprospekt:

"Die Vorstandsaktionäre sind .... in der Lage, unabhängig vom Abstimmungsverhalten anderer Aktionäre den Ausgang wichtiger Entscheidungen, die die Zustimmung der Aktionäre erfordern, zu kontrollieren sowie eine Änderung der Geschäftsleitung zu verhindern oder zu verzögern, selbst wenn dieses nach Ansicht der übrigen Aktionäre wünschenswert wäre."

Man stelle sich vor: alle Aktionäre wollen die Geschäftsleitung ändern und Geishecker ist dagegen .....

Inzwischen sind auch die Firmensanierer in der Firma angekommen.
Wie man dem Halbjahresbericht entnehmen kann, hat es eine neuerliche Kreditaufnahme gegeben und die Banken haben die Kreditlinien Anfang des Jahres noch einmal erweitert. Hier munkelt man von einer gewaltigen persönlichen Bürgschaft ... Gleichzeitig hat man einen Aufsichtsbanker als Sanierungsberater zum Umstrukturieren in die Firma gesetzt.

Dieses lässt deutlich erkennen, in welche Richtung es geht, obwohl wir doch bereits mit Maukisch und Vormbaum eigentlich zwei hochbezahlte ehemalige Unternehmensberater in der Firma haben. Beide sollen über reichhaltige Sanierungserfahrungen verfügen. Aber außer den in den Geschäftsberichten gepriesenen Unternehmensverschiebungen, -gründungen und -auflösungen wurde anscheinend kein Problem wirklich gelöst, sondern nur neue geschaffen. Hier fehlt deutlich die klassische Finanzkompetenz, gepaart mit unternehmerischem Sachverstand eines Wolfgang Lowitzki.

Das designierte AR Mitglied Schuran soll allerdings nicht nur ein knallharter Sanierer und Finanzexperte sein, sondern war bereits für die WIGE tätig. Vielleicht entsteht hier der Wind, nach dem sich viele in der WIGE - Mannschaft sehnen. Alternativ bliebe vermutlich sonst irgendwann nur die geordnete Abwicklung zur Zerschlagung der so anscheinend nicht überlebensfähigen AG. Geishecker bliebe dann sein gläserner Nürburgring, den er von Meuspath aus fast zu Fuss erreichen kann.

Fraglich auch die Zukunft des Millionengrabes Monaco und SAMIPA.
Toll, wenn man mit einem Fürstentum brillieren kann und in den Vorstandsbüro die Bilder mit Albert hängen ... nur kaufmännisch hat man sich anscheinend nie so richtig mit Herzblut darum gekümmert. Warum wurde dieser Verlustbringer überhaupt gekauft? Wollten sich die Herren in der Sonne der Cote D`Azur aalen oder war man hausintern davon überzeugt mit kölschem Gemüt und DTM - Geschichtlein eine Rolle im internationalen Mediengeschäft und im Jet Set zu spielen? Monaco hat nach den Angaben auf der Website keine eigene Technik, sondern produziert überwiegend mit Anmietungen. Die kleine Marge reicht vermutlich nicht einmal zur Deckung der Fixkosten der immer neu auftauchenden Namen. Verluste sind vorprogrammiert und werden durch die Bilanzen bestätigt. Einer der Gründe, warum Spoeri als Gesellschafter und CEO nach Erhalt einer vermutlich großzügigen Entschädigung direkt wieder ausstieg.

Allein die Zulassung von Geisheckers Mercedes "Monaco-Plate" dauerte vermutlich einige Tage. Zwischenzeitlich stellte man dann vermutlich den Wagenpfleger ein, der das Auto seit dem nahezu jeden Tag waschen darf. Zweifelsohne eine sinnvolle Arbeitsbeschaffungsmaßnahme; ein erster Beitrag zur Bewältigung der allgemeinen Wirtschaftsrezession.

02.09.2009 12:00 Uhr

WIGE mutiert zum Reiseveranstalter ...

"Wir haben unsere Kunden mit unserem Incentive-Management ganz exklusiv schon zu vielen außergewöhnlichen Orten dieser Welt gebracht. Aber mit dieser Namibia-Tour haben wir uns als Trendsetter für individuelle Incentive-Reisen fast selbst übertroffen."
Quelle: WIGE-EVENT Startseite

Erstaunlich, erstaunlich. Inzwischen bewegt man sich auf der kritischen Plattform als Reiseveranstalter. Dieses bringt zahlreiche Verpflichtungen mit sich und birgt auch zahlreiche Risiken und die nachfolgende Verpflichtung.

Die EU-Pauschalreiserichtlinien vom 13. Juni 1990 (90/314/EWG, Artikel 7) schreiben vor, dass jeder Reiseveranstalter Zahlungen von Kunden für eine Pauschalreise gegen Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz versichern muss. Ein Reiseveranstalter darf Zahlungen erst dann entgegennehmen, wenn er dem Reisenden zuvor einen Sicherungsschein ausgehändigt hat.

Aufgrund einiger Ereignisse, in denen der Reiseveranstalter vor Rückkehr der Reisenden in Konkurs/Insolvenz gingen, müssen seit 1994 sämtliche Reiseveranstalter eine Versicherung abschließen. Diese muss absichern:
• Rückzahlung bereits geleisteter Zahlungen
• im Falle des Konkurses die Kosten für den Rücktransport an den Endpunkt der Reise, sofern die Reise schon begonnen hat.

Der Sicherungsschein muss an den Kunden ausgeben werden, bevor ein Reiseveranstalter Zahlungen auf den Reisepreis vom Kunden annehmen darf.

01.09.2009 15:00 Uhr

Man lernt doch nie aus .....

Die WIGE - Event unter Führung von T. Latsch mit ihren 48 Mitarbeitern (immerhin mit den höchsten Durchschnittsgehältern innerhalb des Konzerns) vermarktet in erster Linie Incentive - Events für überwiegend grosse Konzerne. Das bedeutet in der Praxis, dass z.B. eine 60köpfige Gruppe nach Afrika fliegt und die WIGE - Event alles organisiert: die Flüge, die örtlichen Hotels und das Programm etc. einkauft und dem Kunden dann vor Ort eine entsprechende Infrastruktur anbietet.

Als die Grosskunden nach richtig Geld für Motivationsschübe hatten, war dieses ein lukratives Geschäft. Die zitierte Wirtschaftskrise hat inzwischen auch hier voll zugeschlagen: War es früher das gestylte Wochenendevent in Paris oder Rom, ist es heute vermutlich maximal der Kneipenbesuch in Wanne-Eickel.

Dieses alles vor dem Hintergrund ohnehin stark rückläufiger Umsatzzahlen. Laut den Gerüchten herrscht im Incentive-Markt ein gewaltiger Konkurrenzdruck, ein Hauen und Stechen und es sollen schon die ersten Großkunden die Fronten gewechselt haben. Die kommenden Großereignisse in Südafrika und Kanada sind längst unter Dach und Fach. Wie gemunkelt* wird, vermutlich eventuell auch ohne die WIGE-EVENT.

(*Gemunkel = Gerüchte und Unterderhandgespräche)

31.08.2009 15:00 Uhr

Warum sind 93.4 % der Eingangsrechnungen noch offen?
Der Halbjahresbericht weist Rechnungen von über 6 Millionen als noch nicht bezahlt aus!


Sicherlich gab es periodenbedingt immer wieder Verzögerungen, wie sich aus der Aufstellung ersehen lässt. Aber seit 2008 steigen diese Werte überproportional an. Hieran erkennt man (nach meiner Einschätzung und persönlichen Meinung) deutlich ein eventuelles Liquiditätsproblem der WIGE. Wo kommen denn diese hohen Fremdkosten eigentlich her, wo doch erst drei der kostenintensiven DTM Wochenenden stattgefunden haben? Wo wird hier eigentlich "Geld verbrannt"?

Die unbezahlten Rechnungen erhärten allerdings eventuell auch die Gerüchte, dass viele Freie schon längere Zeit auf ihre Honorierung warten und nicht mehr für WIGE arbeiten wollen.

Wenn im Übrigen Mängelrügen durch den "Assistent Recht" Michael F. oder Markus R. von der "zentralen Rechtsabteilung der WIGE-MEDIA AG" für einen Dienstleistungsvertrag erfolgen, so lehnen Sie sich entspannt zurück.

Lassen Sie sich nicht durch Sätze irritieren, wie "Sie sind von uns als ... mit einer Dienstleistung beauftragt worden, welche Sie vereinbarungswidrig durchgeführt haben." Sie können als Dienstleister keine Dienstleistung vereinbarungswidrig durchführen. Es ist nun einmal so, dass nach § 611 BGB im Dienstvertrag ein Bemühen zu erbringen ist und kein Erfolg geschuldet wird; Mängelrügen also nicht greifen können. Wenn Sie als freier Mitarbeiter mit Dienstleistungsvertrag angetreten sind und Ihre Bemühungen (den Job angetreten) erbracht haben, dürfte damit Ihr Anspruch begründet sein.

Anscheinend ist ein "Assistent Recht" eine Umschreibung für "Praktikant", auch wenn man nicht einmal mit i.A. unterzeichnet.

"Nahezu unverändert" ist nur die halbe Wahrheit.

Der Umsatz sackte um 25 % ab, jedoch blieben die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" (= Eingangsrechnungen von Dritten) trotzdem nahezu unverändert auf extrem hohen Niveau und das obwohl zwei DTM - Rennen weniger stattfanden.


Material und Dienstleistungsaufwand
Quelle: WIGE Halbjahresbericht 2009


Noch interessanter und deutlicher wird der Vergleich der "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" mit den Halbjahreswerten der Vorjahre.

2007 => 12.005 T€ davon unbezahlt 5.611 T€
2008 => 9.632 T€ davon unbezahlt 6.113 T€
2009 => 6.596 T€ davon unbezahlt 6.126 T€


Im Klartext bedeutet dieses:

WIGE hatte von den Eingangsrechnungen 2009 der Fremdkosten zum Halbjahresstichtag
93,4 %
noch nicht bezahlt.

Kein Wunder also, dass es immer wieder Gerüchte über die Zahlungsverzögerungen und Zahlungsbereitschaft gibt.

Bleibt die offene Frage, kann WIGE nicht oder warum will WIGE nicht zahlen?

Wo, wie und wodurch sind diese Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überhaupt entstanden, wenn doch zwei von fünf kostenintensiven Rennen erst im zweiten Halbjahr stattfinden ?

Wer hat denn hier wohl so viele offene Forderungen an die WIGE - MEDIA AG?

29.08.2009 18:00 Uhr

Die kompletten Halbjahreswerte zum Vergleich finden Sie •==> hier

Besonders auffällig, dass die bestehenden Verbindlichkeiten über 90% des Material- und Dienstleistungsaufwandes ausmachen. Mit anderen Worten waren zum Stichtag Ende Juni insgesamt 93,4 % der eingebuchten Eingangsrechnungen noch nicht bezahlt. In den Jahresbilanzen 2003 - 2007 lag dieser Wert unter 25 % und kletterte dann bereits 2008 auf 63,5 %.

Hier wird deutlich, dass im "Material- und DIenstleistungsaufwand" anscheinend nicht oder sehr schleppend bezahlt wird. Dieses würde auch die Gerüchte erhärten, dass viele Dienstleister auf ihr Geld warten. Das wäre dann allerdings bei dem Prozentsatz der unbezahlten Rechnungen eigentlich kein Wunder.

29.08.2009 07:00 Uhr

Unglaublich; WIGE macht (meiner Meinung nach) schon wieder falsche Angaben.

Vorab: Die nachfolgende Passage des AdHoc könnte eventuell einige Gerüchte bestätigen:

Die Option zusätzlicher Programme zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung aber auch zu grundsätzlichen Strukturveränderungen wird sich der Konzern offenhalten, um sich in einem weiterhin von schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Konsolidierungsdruck geprägten Umfeld gegebenenfalls noch flexibler und schlanker aufstellen zu können.

Offensichtlich plant die WIGE also doch eine grundsätzliche Strukturveränderung, denn die Verluste im TV-Bereich steigen überproportional an und werden sich nach den eigenen Aussagen noch weiter verschlechtern. Es könnte nur zu einem Befreiungsschlag führen, wenn man sich von den defizitären Ü-Wagen trennt und gleichzeitig die nicht mehr benötigten (und noch übrig gebliebenen) TV-Leute entsorgt*. Dann wäre man vermutlich "flexibler und schlanker" aufgestellt.
(* Entsorgen = Sorge für Jemanden übernehmen)

Genau diese Gerüchte machen seit einiger Zeit in Medienkreisen die Runde, da die Umsätze im TV - Bereich wegbrechen und WIGE anscheinend bereits jetzt bei vielen Grossveranstaltungen nicht mehr dabei ist.

28.08.2009 18:45 Uhr

Warnung nach erster Durchsicht.
Der Halbjahresbericht enthält offensichtlich falsche verwirrende Angaben.


Die angezeigten Halbjahreswerte von 2008 stimmen nicht mit dem Halbjahresbericht 2008 überein.

...............

28.08.2009 18:30 Uhr

WHOOW ... Der Blitz schlug ein. Der erste Eindruck zeigt einen weiteren Absturz. Eine ziemliche Katastrophe!

Nicht nur 26 % Umsatzrückgang, sondern das Eigenkapital schmilzt wie Butter in der Sonne in nur einem halben Jahr auf 13,1 % . Hier kann sich jeder ausrechnen, wann der Rest verbraucht ist, zumal die Situation sich nach den Angaben im Halbjahresbericht (schneller als von mir erwartet) dramatisch weiter verschärft.

Eigenkapital 2006 => 12.446 TEuro
Eigenkapital 2007 =>   9.501 TEuro
Eigenkapital 2008 =>   4.561 TEuro
Eigenkapital Juni 2009 =>  2.933 TEuro (Rückgang in nur 6 Monaten = 1.628 TEuro)

Eigenkapitalquote 2006 => 37,0 %
Eigenkapitalquote 2007 => 30,9 %
Eigenkapitalquote 2008 => 21,3 %
Eigenkapitalquote Juni 2009 => 13,1 % (Rückgang in nur 6 Monaten = 8,2 %)

Alle Werte bewegen sich auf einem noch nie dagewesenen Niveau.
Deutlich wird es dann an anderer Stelle:
.... aber auch zu grundsätzlichen Strukturveränderungen wird sich der Konzern offenhalten ... Jetzt kann gewettet werden, was das wohl sein kann ....

AdHoc Köln, 28. August 2009:
Die WIGE MEDIA AG (WKN: 634770) veröffentlicht heute die Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2009.

Die Umsätze lagen mit EUR 14,56 Mio. um EUR 5,24 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 19,80 Mio. Zurückzuführen ist der Rückgang von 26,5 Prozent auf die anhaltende Wirtschaftskrise, welche sich hauptsächlich in geringeren Produktionsbudgets - insbesondere auch im Motorsport -, aber auch in Verschiebungen im Motorsportkalender 2009 widerspiegelt.

Die Ergebniszahlen waren ebenfalls durch den Umsatzrückgang geprägt. Das EBITDA lag im ersten Halbjahr 2009 mit EUR 0,45 Mio. um EUR 2,16 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von EUR 2,61 Mio. Das EBIT verringerte sich nach minus EUR 0,43 Mio. im Vorjahr um EUR 1,6 Mio. auf minus EUR 2,03 Mio. Das EBT lag mit minus EUR 2,60 Mio. um EUR 1,81 Mio. unter dem Vorjahreswert in Höhe von minus EUR 0,79 Mio. Das Ergebnis nach IFRS erreichte minus EUR 1,61 Mio. Im ersten Halbjahr des letzten Geschäftsjahres lag der Wert bei minus EUR 1,35 Mio. Das Ergebnis je Aktie lag dementsprechend bei minus 0,27 Euro nach minus 0,22 Euro im Vorjahr.
Alle Ergebniszahlen beinhalteten zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 0,27 Millionen.

Die Bilanzsumme hat sich leicht erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag des 30.06.2009 EUR 22,38 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,1 Prozent gegenüber 21,3 Prozent am 31.12.2008. Die Liquidität lag nach EUR 0,26 Mio. zum 31.12.2008 bei EUR 0,62 Mio. am Berichtsstichtag des 30.06.2009.

Aufgrund der bereits deutlich reduzierten Fixkostenstruktur konnte der Umsatzrückgang kurzfristig nur bedingt durch weitere Kostensenkungsmaßnahmen kompensiert werden. Im Personalbereich wirkten sich die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen des letzten Jahres mit Kosteneinsparungen in Höhe von EUR 0,5 Mio. bereits positiv aus.

Die Option zusätzlicher Programme zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung aber auch zu grundsätzlichen Strukturveränderungen wird sich der Konzern offenhalten, um sich in einem weiterhin von schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Konsolidierungsdruck geprägten Umfeld gegebenenfalls noch flexibler und schlanker aufstellen zu können
.

24.08.2009

kommender Halbjahresabschluss und neue Gerüchte

Heute gab es eine längere Diskussion angesichts der bevorstehenden Halbjahreszahlen zum Monatsende. Bei der Betrachtung des letzten Halbjahresabschlusses 2008 gab WIGE folgende Erklärung ab:

Trotz erster sichtbarer Erfolge der Restrukturierungsprogramme im ersten Halbjahr 2008 wurde im Juli unter der Prämisse normal verlaufender Auftragseingänge und deren Vergabe ein leicht negatives Ergebnis für das Gesamtjahr 2008 prognostiziert. Dies ist insbesondere auf die Einmal- und Restrukturierungsaufwendungen zur Verbesserung der Personal- und Unternehmensstrukturen zurückzuführen. Diese Prognose hat weiterhin Bestand.

Das "leicht negative Ergebnis" waren dann am Jahresende ein Bilanz-Rekordverlust von - 7.624 Mio. So viel zur Wahrscheinlichkeit und Realität der veröffentlichten Prognosen. Ich erwarte zum Monatsende ähnliche Aussagen, Prognosen und Zahlen.

Weit interessanter sind allerdings aktuell neue Informationen und Gerüchte.

Mir wird immer wieder von einer eMail berichtet, in der die WIGE angeblich vor einiger Zeit die Zahlungsverzögerungen mit "verspäteten Zahlungen" der Auftraggeber begründet. Wäre toll, wenn mir ein Empfänger dieser eMail eine Kopie für mein Buch zuschicken könnte. Anonymität wird zugesichert.

Ich höre auch immer mehr von freien Mitarbeitern, die angeblich seit Wochen und Monaten auf Ihre Bezahlung warten sollen und anscheinend nicht mehr für WIGE arbeiten wollen. Bemerkenswert, dass WIGE - Mitbewerber TOPVISION Achim Jenkens konsequent innerhalb von 7 Tagen seine Rechnungen bezahlt.

Schwer einzuschätzen sind die Quellen, die mir übereinstimmend berichten, dass eventuell Überlegungen oder Denkmodelle laufen, die noch vorhandene Hardware zu verkaufen und nur noch als Serviceanbieter aufzutreten. Damit könnte WIGE zwar seine extremen Fixkosten im TV-Bereich senken, würde jedoch gleichzeitig auch als Ü-Wagenanbieter vom Markt verschwinden. Dagegen spricht, dass WIGE zwar nichts zu verkaufen hat (nahezu alles ist geleast) und die DTM Produktion mit Anmietungen richtig teuer würde. Steht hier eventuell doch eine andere Produktionsfirma in den Startlöchern?

Immer wieder wird in den Gesprächen auch der Verkauf der HD-Signs an Mario Mentel-Hülsbusch als grosser "Fake" bezeichnet. Dieses könnte eventuell auch die merkwürdigen Finanztransaktionen in der Bilanz, den gewährten WIGE-Kredit und die nach Auskunft der WIGE-Anwälte eingegangene Verpflichtung erklären. Hier laufen gerade weitere Recherchen.

Über die WIGE - Event GmbH (demnächst mit Beherrschungsvertrag) hört man Gerüchte, dass GF Latsch anscheinend mit immer stärker werdenden Mitbewerbern zu kämpfen hat und aufgrund des Konkurrenzdrucks die Marge sich wie Butter in der Sonne verhält.

18.08.2009

Aufsichtsratveränderungen seit 2008

18.6.2008
Aufsichtsratvorsitzender Gerold Lehmann sowie Volker Neumann legen das Mandat nieder.
Florian Nowosad und Joachim Lauterbach werden als Nachfolger vorgeschlagen.

28.7.2008
Joachim Lauterbach zieht seine Kanditur zurück.

28.8.2008
Michael Beck wird Aufsichtsratvorsitzender. Florian Nowosad wird Mitglied und Volker Neumann verlängert sein Mandat.

14.8.2009
Der gesamte Aufsichtsrat tritt bei der nächsten Hauptversammlung nicht mehr an.

Ein kurzes Gastspiel der Spezialisten, die jetzt durch Anwälte und Banker ersetzt werden.

17.08.2009

interessanter Gästebucheintrag

Seit heute früh beschäftigen sich immer mehr Klicks mit dem Leserbrief eines sich als WIGE - Mitarbeiter ausgebenden Absenders. Bemerkenswert neben der Empfehlung für die "schmutziger Wäsche" ist der Zynismus in einer Botschaft:

An die Anleger:
Ist ja schade, dass der gewünschte Reibach ausbleibt -
Sorry hier gibts Kein Mitleid!


Hier hat jemand noch nicht verstanden, dass das Unternehmen den Aktionären gehört.

Ich jedenfalls bin dankbar für die vergangenen Jahre, in denen mir die WIGE Brot und Arbeit gab. Die momentane allgemeine wirtschaftliche Situation bestrebt mich, noch effektiver und wirtschaftlicher innerhalb der WIGE zu wirken um diese schwere Zeit zu überstehen.

Den ganzen Leserbrief und meinen Kommentar finden sie hier.

14.08.2009

Hauptversammlung am Montag, 21. September 2009 am Nürburgring um 10:30 Uhr

und die Überraschung: (Es war also am 6.8. doch kein Gerücht, sondern bereits Fakt)
Der gesamte Aufsichtsrat tritt nach Beendigung seiner Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl an.

Statt dessen werden vorgeschlagen:
- Stephan Ulrich Schuran, Rommerskirchen, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der SSP-LAW Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Rechtsanwaltsgesellschaft GmbH, Düsseldorf
- Günther Paul Löw, Frankfurt/Main, Rechtsanwalt und Alleinvorstand der Impera Total Return AG, Frankfurt/Main
- Sascha Magsamen, Frankfurt/Main, Investmentbanker

Anscheinend sollen jetzt Juristen und Finanzspezialisten mit Kontrollfunktionen den neuen Kurs abstecken.

So bedeutet es im Klartext, dass der WIGE Großaktionär Impera Total Return AG ein Mitglied in den Aufsichtsrat haben möchte. Auch bei Sascha Magsamen darf man auf seine Marktkenntnisse gespannt sein. "Aktien steigen, wenn die Nachfrage größer als das Angebot ist".
Stephan Schuran verfügt über eine langjährige Erfahrung in der rechtlichen Gestaltung und Umsetzung sowie in der Beratung von Vorständen und Aufsichtsräten bei Unternehmenszusammenschlüssen. Er ist in den letzten Jahren insbesondere durch die innovative Gestaltung großer Kapitalmarkttransaktionen hervorgetreten.

Erkennbar befindet sich bei den Vorschlägen keine Medienfachleute, sondern in erster Linie "Spezialisten für den Kapitalmarkt, für Unternehmenskauf, Restructing und Strategieberatung"

Man vermisst hier die dringend benötigten Medienexperten vom Kaliber eines Florian NOWOSAD, der die Produktionslandschaft Deutschland verinnerlicht hat. Anscheinend spielen die hochgelobten Synergieeffekte im Produktionsbereich keine Rolle mehr oder die Bedeutungslosigkeit, unterstrichen von der Kursentwicklung, hat schneller eine neue Dimension bekommen, als zu erwarten war.

Lustig auch, dass die WIGE MEDIA AG 3.000.000 neue Aktien ausgeben möchte.

13.08.2009

"Die diesjährige Hauptversammlung findet im Juli, spätestens August statt. Aufgrund des Jubiläums der WIGE MEDIA AG und der Umgestaltung des Nürburgrings zu einem Freizeit- und Business-Zentrum wird die Veranstaltung erstmalig am Nürburgring stattfinden. Wir werden hierüber rechtzeitig informieren.

Wir freuen uns darauf, den Inhabern unserer Gesellschaft die gegenwärtigen Ereignisse darzustellen."
Quelle: WIGE BILANZ Seite 17 vom 31.3.2009

Merkwürdig, mittlerweile kann die HV aufgrund der Einladungsfristen vermutlich weder im August noch im September stattfinden. Allerdings warten viele Aktionäre auf "die Darstellung der gegenwärtigen Ereignisse".



Kursentwicklung

Der Kurs erreicht einen neuen 3 Jahrestiefststand bei Minimalumsätzen.

Der Xetra verbucht allein heute -15,48%

Am heutigen Tag gab es eine Auffanglinie bei 64 - 65 Cent. Eine stabile Bodenbildung lag bei 15 Cent.
















12.08.2009 Nachtrag: Danke für den Hinweis!

Aufsichtsratmitglied Florian NOWOSAD ist seit Juli 2009 auch Geschäftsführer der Constantin Sport Medien GmbH, die den neuen Bundesliga-Live-Sender LIGA total! veranstaltet. Er gilt als absoluter Produktionsfachmann und Zahlenspezialist. Kaum vorstellbar, dass ihm bei der WIGE der Durchblick fehlt.

11.08.2009

Ich muss mich entschuldigen, da ich die Situation falsch eingeschätz habe. Eine Bodenbildung bei 80 Cent ist nicht erfolgt, sondern der Kurs ist bei hohen Umsätzen heute in Frankfurt bei hohen Umsätzen auf 63 Cent durchgerauscht und zeitweilig einen neuen Tagesverlusthöchststand von -22% erreicht. Das ist neuer 3Jahrestiefststand.



Die Gerüchte überschlagen sich derzeit, warum der Aufsichtsrat oder der Vorstand nicht aktiv wird und warum kein HV-Termin angesetzt wird.

Der Grund könnte eventuell u.a. auch ein ganz einfacher sein .....

Seit Mitte Juli kennt WIGE seine Halbjahreswerte, die Ende des Monats publiziert werden müssen. Hier können wir eventuell einige Überraschungen erleben, die dann Gegenstand der frühestens im Oktober stattfindenden HV sein könnten.

Schwierig könnte es auch für Aufsichtsratmitglied Florian NOWOSAD werden, der in erster Linie Vorsitzender der Geschäftsführung der PLAZAMEDIA GmbH ist, eine 100% Tochter der Constantin Medien AG.

Die CONSTANTIN AG hält 905.000 Aktien und somit 15,08 % der WIGE-Aktien. AR Mitglied NOWOSAD kennt sicherlich die Gründe für die nicht anberaumte Hauptversammlung und den Kursabsturz, durch den allein seine Muttergesellschaft, die CONSTANTIN AG in nur drei Tagen rund 200.000 Euro verlor.

10.08.2009

Immer noch keine Einladung zur Hauptversammlung und der Kurs bleibt unter der 1 Euro - Marke. Xetra zeitweilig auf 86 Cent und Frankfurt stabilisiert auf 85 Cent. Spannend wird es, wenn der Kurs unter die 80 Centmarke abrutscht.

Immer wieder Gerüchte, warum der Aufsichtsrat nicht reagiert. Man sollte wissen, dass gemäß Aktiengesetz der Aufsichtsrat dem Unternehmen verpflichtet ist und nicht den Großaktionären.

INFO: Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsrats

Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Geschäftsführung – also den Vorstand – zu überwachen (§ 95 AktG). Hierzu kann der Aufsichtsrat (oder einzelne Mitglieder) vom Vorstand jederzeit einen Bericht über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen. Der Aufsichtsrat kann die Bücher der Gesellschaft sowie die Vermögensgegenstände prüfen oder prüfen lassen. Der Aufsichtsrat kann Hauptversammlungen einberufen.

7.8.2009

Gut zu beobachten sind die letzten Aktivitäten zur Kursstabilisierung und was passiert, wenn der "Sponsor" mal 2 Börsentage nichts unternimmt.....

So konnte der Kurs von Mitte Juni bis Anfang August zwar immer wieder mit Minimaleinsatz stabilisiert werden; ein Handel durch Dritte fand aber anscheinend kaum statt.

Das Bild änderte sich dann schlagartig, als jemand einige wenige Aktie verkaufte und der Kurs an alle Böresenplätzen teilweise unter 90 Cent auf ein neues 52 Wochentief abstürzte.

Ein Ende der Talfahrt dürfte vermutlich im 80er Auffangbereich liegen, wenn denn dann WIGE zur Hauptversammlung einlädt ..... und viele offene Fragen klärt.

Sollte die Einladung bis Montag nicht erfolgen, könnte sich der Termin der HV vermutlich sogar bis in den Oktober verschieben. ;-))


6.8.2009

Gerüchte, dass es "Stress" mit dem Aufsichtsrat gibt, kann ich nicht bestätigen; halte dieses jedoch für eine eventuell mögliche Erklärung, weil die AG selbst merkwürdigerweise keinerlei Erklärungen abgibt und auch keine Hauptversammlung ansetzt. Der nächste Termin für eine Hauptversammlung könnte vermutlich nach meinem Verständnis aufgrund § 123 Abs. 2 AktG frühestens Ende September stattfinden. Nur: Weshalb lässt WIGE die Aktionäre im Dunkeln stehen und die Gerüchteküche brodeln?

Was ist aus der hochgelobten Informationspolitik geworden? ..... und vor allen Dingen warum?

Wir können derzeit auch nicht nachvollziehen, welche Gründe die WIGE hat, die Hauptversammlung nicht einzuberufen. Die Einberufung und Festsetzung des Termines kann durch Vorstand oder Aufsichtsrat erfolgen.

Welche massiven Gründe gibt es, dass eine Einladung nicht erfolgt?
Gerüchte über Änderungen im Aufsichtsrat sind allerdings aktuell nur Gerüchte!


Gemäß § 123 Abs. 2 AktG hat die Einladung zur Hauptversammlung 30 Tage vor dem record date, sprich am 51. Tag vor der Hauptversammlung stattzufinden. Dieses ist in den letzten Jahren auch immer fristgerecht erfolgt. Bis heute 4.8.09 9:00 h liegt keine Einladung vor!

Am 28.8.2009 sind zudem die Halbjahreszahlen fällig, die nach meiner Auffassung den Abwärtstrend bestätigen. Vorher ist jedoch aufgrund der Einladungsfrist (51 Tage) die für Juli/August (!!) angesetzte Hauptversammlung überhaupt nicht mehr durchführbar und die Aktionäre werden dann viele Fragen zur Bilanz und den dann vorliegenden Halbjahreszahlen 2009 haben.

WIGE kann also endgültig den selbstangekündigten und veröffentlichten "Juli/August" Termin nicht mehr halten und wird sich dann frühestens Ende September den Fragen der Auktionäre zu der merkwürdigen Bilanz und den Halbjahreszahlen stellen!

Anmerkung zu immer wieder auftauchenden Insolvenzgerüchten

Inzwischen bekomme ich immer wieder Einträge im Sinne, ob WIGE kurz vor der Insolvenz steht.
Ich werde diese Einträge im Gästebuch nicht mehr zulassen, solange es dafür keine Fakten gibt.

Hierzu ganz einfach die Fakten:

Bei juristischen Personen ist neben der Zahlungsunfähigkeit und der drohenden Zahlungsunfähigkeit außerdem die Überschuldung ein Insolvenzgrund.

Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, seine derzeit fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.

Nur vorübergehende Zahlungsunfähigkeit ist dagegen kein Insolvenzgrund. Sie liegt vor, wenn zwar am Tag der Fälligkeit der Forderung keine Mittel zur Bezahlung zur Verfügung stehen, dieser Zustand aber entweder direkt durch die Beschaffung etwa eines Bankkredites oder Stundung von Forderungen geändert werden kann oder für die allernächste Zeit (maximal 4 Wochen) ein Zahlungseingang zu erwarten ist, aus dem die Forderung beglichen werden kann.

Der Schuldner droht zahlungsunfähig zu werden, wenn er voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen. Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, also wenn in der Bilanz die Passiva die Aktiva über­steigen.


Die Situation bei WIGE ist schwer einzuschätzen. Zwar hört man schon seit einiger Zeit von Zahlungsverzögerungen (wer hat die zur Zeit nicht?) und klagenden freien Dienstleistern, jedoch führt das nicht automatisch zu einer Insolvenz.

Solange WIGE die Gehälter pünktlich zahlt, dürfte erst einmal Ruhe im Karton sein. Die Entwicklung der veröffentlichten Zahlen lässt vermuten, dass im Hintergrund bereits ein Dritter kräftig nachschiesst. Aber wie lange geht das gut, zumal sich kein Licht am Ende des Tunnels abzeichnet? Kreditlinien von der Bank sollten bei den Verlusten kaum noch möglich sein.


Es ist relativ einfach, die Zahlen von WIGE hochzurechnen.

Wenn man die Tabelle weiterführt, dann dürfte das Eigenkapital zumindest noch bis zum Jahresende reichen, wenn nicht vorher etwas Entscheidenes passiert. Nur was? Grossereignisse sind nicht in Sicht und in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen meiner persönlichen Vermutung nach noch einige "Leichen begraben". Ganz sicher dagegen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die noch zu zahlen sind.

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Hier finden Sie tagesaktuelle Gedanken, Faktensammlungen und Recherchen für mein Buch,
die ausschliesslich meine persönliche Einschätzung und journalistische Meinung darstellen.

Unbestätigte Meldungen und Gerüchte sind als solche gekennzeichnet.
Wenn Personen, Ereignisse oder beschriebene Abläufe von der Realität abweichen, bitte ich um einen zügigen Korrekturhinweis für meine Recherchen.

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